Alles könnte anders sein. Appell? Verheißung? Schöne Aussicht? Träumerei? Nichts dergleichen – oder auch von allem ein bisschen. Es ist vor allem eines: reale Utopie. Liest sich widersprüchlich, ist es aber ganz und gar nicht.

Was uns der renommierte Sozialpsychologe Prof. Dr. Harald Welzer in seinem neuesten Buch aufzeigt, ist eine Ist-Analyse mit zukunftsfähigen Perspektiven. Wir haben es in der Hand, eine grundlegende Wende in fast allen Lebensbereichen einzuleiten, die unter dem Strich unser Leben und unseren Planeten lebenswerter, gesünder und ökologisch wertvoller machen. Es gibt zahlreiche Beispiele wie Renaturierungsprojekte, wo Anstrengungen bereits positive Ergebnisse gezeitigt haben.

Welzers Sprache hütet sich davor, mit wissenschaftlicher Verstiegenheit und dem Duktus terminologischer Polterei den Leser zu überfordern oder gar abzuschrecken. Ein reflektierter Erdenmensch spricht zu seinen Artgenossen und redet berechtigter Zuversicht das Wort. Wir müssen es einfach nur tun, keine Angst haben und meinen, es sei eh schon alles zu spät.

Aus: “ttt”, Das Erste, 17.02.2019

In seinem Artikel im LZ-Magazin vom 16. Februar 2019 skizziert Welzer seine schöne bessere Welt.

Messianische Überhöhung ist fehl am Plätze. Doch hier sagt einer, wie es wirklich gehen kann. Auf zu neuen und zu erneuerten alten Ufern!

Als funktionierender Kompass absolut lesenswert!

PS: Influencer nennt man neuerdings die Leute, die vor allem im Netz durch ihre bloße (Über-)Präsenz oder Botschaften in eigenwilliger Verpackung von sich reden machen. Harald Welzer ist im besten Sinn dieses Wortes ein Beeinflusser, einer, dem man folgen kann – und sollte.

Es lohnt sich – nicht nur, weil sie gestalterisch reich an Originalität ist –, sich einmal die Website der von Harald Welzer ins Leben gerufenen Stiftung Futurzwei genauer anzusehen.