… schön wär’s! Offenhaltungsbetrieb – so der Terminus technicus. Rückbau einiger Gebäude, Entfernung einiger Stahlzaun-Segmente. Das ist erstmal alles. Aus dem Schneider ist Gorleben als Endlagerstätte hoch radioaktiven Mülls jedoch noch lange nicht.

Die Hintertür ist nach wie vor sperrangelweit offen: Zwar ruhen die Erkundungsarbeiten in Gorleben, aber wir Widerständler und insbesondere unsere Freundinnen und Freunde im Wendland trauen der trügerischen Ruhe nicht.

Der definitive Ausstieg der Bundesrepublik Deutschland aus der Atomenergie wurde 2011 vom Bundestag beschlossen. Nun geht es um die ergebnisoffene Suche nach einem definitiven Endlager – bundesweit. Und Gorleben ist immer noch im Rennen, ist potentieller Endlagerstandort geblieben. Es wird bestenfalls eingemottet – erkundungsrelevante Strukturen und Technik bleiben unangetastet.

Das „Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit“ sieht durch das Abspecken der Anlage den jährlichen Finanzbedarf auf zehn bis zwölf Millionen Euro reduziert.

Für den Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke, ist trotzdem schon lange klar:
„Für uns ist das Oberflächen-Kosmetik! Denn im Kern bleibt dieses Bergwerk erhalten. Auf der Oberfläche sieht es aus wie eine normale Industrieanlage, wenn dieser Rückbau so vollzogen wird. Aber man hält diesen Standort im Standby-Verfahren! Und das ist aus unserer Sicht das Ärgerliche. Deshalb wird es keine weiße Landkarte geben mit Gorleben. Da ist dieser dicke schwarze Punkt.“

Die Protestszene wird die Endlagersuche kritisch beäugen…

Wachsamkeit ist oberstes Gebot!